Wissen
Fragen, die wirklich gestellt werden.
Kein Blog. Zehn Fragen aus echten Gesprächen mit Agenturen und Kunden — jede mit einer Antwort, die im ersten Absatz fertig ist.
Was kostet ein KI-Erklärvideo?
Ein Erklärvideo von 60 bis 90 Sekunden kostet bei Shuto Entertainment zwischen 2.200 und 3.500 Euro netto. Darin enthalten sind Drehbuch, Storyboard, Produktion, Sprecherstimme, Musik und zwei Korrekturläufe. Der Preis richtet sich nach der Zahl der Szenen und danach, wie viel Recherche das Thema verlangt. Klassisch produziert liegt ein vergleichbares Video meist beim Zwei- bis Vierfachen, weil Drehorte, Team und Darsteller bezahlt werden müssen.
Wie lange dauert die Produktion eines KI-Werbevideos?
Ein Erklärvideo von 60 bis 90 Sekunden braucht 8 bis 12 Werktage von der Freigabe des Drehbuchs bis zum fertigen Master. Ein Hybridvideo mit echtem Drehtag braucht 15 bis 20 Werktage. Vertikale Social-Clips liefere ich im Retainer wöchentlich. Zum Vergleich: Eine klassische Werbefilmproduktion liegt üblicherweise bei sechs bis zehn Wochen.
Wie funktioniert White-Label-Videoproduktion?
Die Agentur betreut ihren Kunden wie gewohnt und gibt das Briefing weiter. Shuto Entertainment produziert im Hintergrund und liefert das fertige Video ohne Kennzeichnung, ohne Wasserzeichen und ohne Signatur in den Metadaten. Die Agentur übergibt es unter eigenem Namen. Der Kunde der Agentur tritt mit der Produktion nie in Kontakt. Auf Wunsch wird ein Rahmenvertrag mit Verschwiegenheitsklausel geschlossen.
Wann lohnt sich KI-Video und wann ein klassischer Dreh?
KI lohnt sich, wenn das Thema abstrakt ist, wenn Orte oder Situationen real nicht drehbar sind, wenn viele Varianten gebraucht werden oder wenn das Budget eine klassische Produktion nicht trägt. Ein klassischer Dreh lohnt sich, wenn echte Mitarbeiter, echte Maschinen oder ein bestimmter realer Ort das eigentliche Thema sind. In diesem Fall ist ein Drehtag schneller und günstiger als jeder KI-Umweg.
Wo liegen die Grenzen von KI-Video?
Reale Personen lassen sich ohne deren Einwilligung und ohne sauberes Ausgangsmaterial nicht seriös nachbilden. Exakte Produktdarstellungen misslingen, weil die Modelle Details erfinden. Über mehrere Minuten hinweg bröckelt die Konsistenz, deshalb liegt die sinnvolle Obergrenze bei etwa drei Minuten. Lesbare Schrift im Bild wird nachträglich gesetzt statt generiert. Fotorealistische Menschen in Großaufnahme sind möglich, kosten aber mehr Nachbearbeitung, als die meisten erwarten.
Muss KI-erzeugte Werbung gekennzeichnet werden?
Der AI Act der Europäischen Union sieht Transparenzpflichten für künstlich erzeugte oder veränderte Bild-, Ton- und Videoinhalte vor, insbesondere wenn sie realen Personen oder Ereignissen täuschend ähnlich sehen. Für rein fiktionale Werbebilder ohne Bezug zu realen Personen gelten die Pflichten anders als für Deepfakes. Weil die Auslegung im Einzelfall von der Gestaltung abhängt, wird jedes Projekt vorab darauf angesehen und die Frage schriftlich festgehalten. Dies ist keine Rechtsberatung; bei Zweifeln gehört ein Anwalt dazu.
Darf man echte Personen in KI-Videos zeigen?
Nur mit deren Einwilligung. In Deutschland schützen das allgemeine Persönlichkeitsrecht und das Recht am eigenen Bild jede erkennbare Person. Eine KI-generierte Nachbildung einer realen Person ohne Einwilligung ist rechtlich angreifbar, unabhängig davon, wie sie entstanden ist. Shuto Entertainment nimmt solche Aufträge nicht an. Bei Mitarbeitenden eines Kunden wird eine schriftliche Einwilligung eingeholt.
Wem gehören die Rechte an einem KI-generierten Video?
Die Nutzungsrechte am gelieferten Video gehen zeitlich und räumlich unbeschränkt an die Agentur über und sind an deren Kunden übertragbar. Das ist Vertragsbestandteil. Urheberrechtlich gilt in Deutschland: Rein maschinell erzeugte Inhalte ohne menschliche Gestaltungshöhe genießen selbst keinen Urheberrechtsschutz. Schutzfähig sind die schöpferischen Entscheidungen darum herum — Drehbuch, Schnitt, Musik, Bildkomposition. Für die Praxis heißt das: Was geliefert wird, darf uneingeschränkt verwendet werden.
Was kostet ein Imagefilm im Vergleich zu KI-Produktion?
Ein klassisch produzierter Imagefilm beginnt in Deutschland üblicherweise im mittleren vierstelligen Bereich und erreicht schnell fünfstellige Summen, sobald Drehtage, Team, Darsteller und Drehorte zusammenkommen. Eine KI-Produktion vergleichbarer Länge liegt bei Shuto Entertainment zwischen 2.200 und 5.500 Euro netto. Der Unterschied entsteht nicht durch geringere Qualität, sondern dadurch, dass Reise, Technikmiete und Drehteam entfallen.
Welche Videoformate braucht ein Social-Media-Kunde?
Für Instagram Reels, TikTok und YouTube Shorts braucht es vertikale Videos im Verhältnis 9:16, zwischen 15 und 60 Sekunden, mit lesbaren Untertiteln, weil ein großer Teil der Zuschauer ohne Ton schaut. Für LinkedIn und die Website funktionieren quadratische (1:1) und breite (16:9) Fassungen besser. Jede Lieferung enthält deshalb alle benötigten Seitenverhältnisse aus demselben Material, ohne Aufpreis.
Lass uns zehn Minuten telefonieren.
Erzähl mir, was auf deinem Tisch liegt. Wenn ich es nicht besser oder schneller kann als ihr selbst, sage ich das — das spart uns beiden Zeit.